Kennen Sie das „Freudegefälle“ in Ihrem Unternehmen?

Was für die Leistungserbringung noch selbstverständlich ist, hört bei der Vergütung und bei Entlohnungssystemen meist auf. Die Freude über einen gewonnenen Abschluss ist im Innendienst nicht immer gleich groß.

Frage: Wer erhält in Ihrem Unternehmen neben dem Außendienst noch einen spürbaren Anreiz, sich fürs Geschäft einzusetzen?

Das „Freudegefälle“ bezeichnet jenen Zustand, wenn in einem Unternehmen viele Mitarbeiter für den Erfolg arbeiten, jedoch nur ausgewählte am Erfolg auch wirklich eine Freude haben und dies im Entlohnungssystem berücksichtigt wird. Für die meisten bedeutet der Unternehmenserfolg häufig nur mehr Arbeit.

  1. Der Verkäufer freut sich über den Auftrag und die damit verbundene Provision, den gewonnen finanziellen Spielraum und die Anerkennung.
  2. Der Innendienst freut sich, wenn der Auftrag reibungslos durchläuft. Meist verursacht dieser Auftrag mehr Arbeit und keine finanzielle Beteiligung.
  3. Der Lagerarbeiter freut sich, wenn die Ware fertig kommissioniert ist. Für ihn bedeutet es mehr Arbeit und auch keine finanzielle Beteiligung am variablen Entlohnungssystem.
  4. Der LKW-Fahrer freut sich, wenn er die Ware endlich in den 6. Stock getragen hat. Mehr Arbeit bedeutet für ihn keine finanzielle Beteiligung.

Frage: Wie setze ich aber variable Vergütung für Bereiche jenseits des Vertriebes um?

Diese Frage wird sehr häufig gestellt, da clevere Führungskräfte längst begriffen haben, dass Erfolg immer das Ergebnis von Vielen ist. Sicherlich ist der Vertrieb sehr wichtig und hat einen hohen Einfluss auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens, doch wie bindet man Mitarbeiter wie z.B. das Lager und die Logistik in ein variables Vergütungs- bzw. Entlohnungssystem?

Ist es gerecht, dass zumeist nur der Vertrieb die Chance im Entlohnungssystem auf Mehrverdienst hat? Was ist mit dem Finanz- und Rechnungswesen oder dem Einkauf, wird hier nicht auch am Gewinn und Verlust eines Unternehmens entscheidend mitgewirkt?

Eliminieren Sie das „Freudegefälle“ durch Erfolgsbeteiligung für alle am Entlohnungssystem

Eine transparente Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter fördert nachweislich die Identifikation mit den Unternehmenszielen.

Jedem Mitarbeiter (Verkauf, Innendienst, Logistik, Verwaltung) sind seine Einflussnahmen bewusst. Erfolgreiche Vergütungs- und Entlohnungssysteme wirken genau auf diese individuellen Einflüsse. 

  1. Die Aussicht auf dynamische Gehaltsanpassungen bewirkt mehr als jährliche viel zu spät ausgezahlte Prämien!
  2. Klarheit, Transparenz und Gerechtigkeit für alle sind wichtige Schlüsselkriterien für die Akzeptanz des Vergütungssystems! Subjektive Erfolgsbeteiligungen fördern die Ungerechtigkeit. Zahlen Sie lieber keine Prämien, als schlecht gemachte beim Entlohnungssystem.
  3. Gute Vergütung garantiert jedem Mitarbeiter die Sicherheit (Fixgehalt) die er benötigt, setzt Teamkomponenten ein und bietet dem Unternehmer bei steigendem wie fallendem Geschäftsverlauf eine klare, das Unternehmen stärkende, Strategie!